DAS PROGRAMM
04. NOVEMBER 2025
14:00 UHR
Begrüßung
Dr. Tagrid Yousef, Kulturdezernentin der Stadt Dinslaken
14:15 UHR
Vortrag von Dr. Birgit Schneider-Bönninger, Kulturdezernentin der Stadt Bonn
"Gemeinschaft! Ein Plädoyer für die Darstellenden Künste im öffentlichen Raum"
Theater im öffentlichen Raum ist die demokratischste aller Kunstformen und in unserer „Zukunftsgefährdungsgesellschaft“ (Dietrich Böhler) so wichtig wie noch nie. Darstellende Künste im öffentlichen Raum produzieren produktive Unruhe, kurbeln die Imagination an, bringen Menschen aus allen Nationen, Generationen und Milieus zusammen, eröffnen urbane Möglichkeitsräume und ermuntern zur demokratischen Revolte.
Das Impulsreferat der Sport- und Kulturdezernentin Dr. Birgit Schneider-Bönninger gibt einen Einblick in notwendige Transformationsprozesse der Theaterlandschaft und zeitgenössische Fördermodelle. Leitend ist dabei die Vision von einem gesellschaftlich relevanten Zukunftstheater, das den öffentlichen Raum poetisiert und provoziert und zu einer Arena für das Gespräch wird.
14:45 UHR
Vortrag von Christina Stausberg, Hauptreferentin für Kultur beim Deutschen Städtetag
"Kultur als Motor der Innenstadtentwicklung"
Die (Innen-)Städte in Deutschland stehen angesichts der sich drastisch ändernden ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vor einem umfassenden Transformationsprozess. Die Kultur kann eine bedeutende Rolle in diesem Prozess übernehmen und Impulse für das Zusammenleben in der Stadt geben. Kultur macht unsere Städte erst lebenswert – und zwar in ihrer Vielgestaltigkeit, von der Freien Szene bis zum Stadttheater, mit „Dritten Orten“ und mit Kunst im öffentlichen Raum. Kunst und Kultur bieten Orte der Begegnung, des Miteinanders und des Diskurses. Sie sind Teil des Gemeinwohls und Teil des Wirtschaftslebens. Sie setzen Impulse für urbanes Leben und die Identifikation mit der Stadtgesellschaft. Kunst und Kultur prägen die räumliche und gesellschaftliche Entwicklung von Städten und Gemeinden.
15:15 UHR
Panel
mit Dr. Birgit Schneider-Bönninger, Dr. Tagrid Yousef,
Christina Stausberg und Jana Korb, Moderation: Nicole Ruppert
17:15 UHR
Workshop I mit Petra Lammers
"Mit collaborativem Storytelling Gesellschaft verändern"
Gemeinsam reflektieren wir:
Was brauchen Städte und die Gesellschaft heute?
Was haben wir das wir geben können?
Wie können wir etwas entstehen lassen?
Wie können wir das gemeinsam tun ?
ABENDPOGRAMM 19:00 UHR
DERONDE/DEROO
Es tut wirklich weh, wenn dein Kopf auf Beton schlägt
Ein Mann schleppt seinen Gefährten wie eine Stoffpuppe mit sich. Ein 70-Kilo-Körper, der an ihn gebunden ist. Unterwegs und verirrt suchen sie nach einem Ausweg – die Stoffpuppe dient dabei als lebendiges Schweizer Taschenmesser. Tippt man ihr auf den Kopf, kommt Wasser heraus, oder man klettert auf sie, um sich einen Überblick zu verschaffen. Doch was, wenn der Gefährte plötzlich nicht mehr weiter will?
„Es tut wirklich weh, wenn dein Kopf auf Beton schlägt“ verkörpert auf humorvolle und poetische Weise, dass wir alle eine Geschichte mit uns tragen.
In dieser ortsspezifischen Performance zoomen wir in den körperlichen inneren Monolog eines Mannes und seines widerwilligen Begleiters.
Du wirst in eine absurde Welt hineingezogen, in der die Last, die du trägst, zur Vorstellung wird.
Erwarte einen Bildersturm, der sich wie ein Gedicht liest und dich auf akrobatisch-virtuose Höhen mitnimmt.
05. NOVEMBER 2025
09:30 UHR
Begrüßung
Alexander Krößner, Geschäftsführung DIN-EVENT GmbH
09:35 UHR
Einführungsgespräch „Community App“
Jonathan Hildebrand (Connact GmbH) & Stefan Behr (Theater Anu GbR)
10:00 UHR
Workshop II mit Stefan Behr
"Community"
Zukunftsschlüssel Communitybildung
Finanzielle Unsicherheit – für Künstler*innen wie für Kulturorganisationen –, Publikumsschwund, Nachfrageschwäche und der fortgesetzte Druck auf Veranstaltungsorte bedrohen eine über Jahrzehnte gewachsene Kulturlandschaft. Die alten Antworten greifen nicht mehr. Zeit, neu zu antworten.
Stefan Behr zeigt, wie Communitybildung zum Schlüssel werden kann: Kultur als gemeinschaftsbildende Ressource, die Menschen, Orte und Praxis verbindet und damit Künstler*innen, Compagnien und Veranstalter*innen resilienter macht. Im Zentrum stehen nicht das nächste Projekt oder die nächste Kampagne, sondern Beziehungspflege, Teilhabe und gemeinschaftsbildende Erlebnisse.
Warum das gerade für Künstler*innen zählt: Sie bilden mit ihrem Publikum tragfähige Gemeinschaften, kommen in echten Dialog und erfahren Unterstützung – künstlerisch, sozial, organisatorisch und finanziell. Communities schaffen Resonanzräume für Weiterentwicklung und neue Perspektiven. Sie stabilisieren Einnahmen jenseits der Abendkasse (z. B. Patenschaften, Freundeskreise, Abos, Mikroförderungen) und mobilisieren im Krisenfall konkrete Hilfe.
Besonders für die kommunale Kulturarbeit kann Communitybildung zukunftsweisend sein: Veranstalter*innen werden zu Knotenpunkten der Stadtgesellschaft, die langfristige Verbundenheit ermöglichen – jenseits flüchtiger Trends und Konsumimpulse.
Der Vortrag bietet konkrete Ansatzpunkte: Wie werden Veranstaltungen zu gemeinschaftsbildenden Ereignissen? Welche Rituale, Räume und Regeln stärken Zugehörigkeit? Wie bleiben Communities über Krisen hinweg handlungsfähig? Und wie lassen sich digitale Gemeinschaften aufbauen, moderieren und pflegen?
Ziel ist eine Kulturpraxis, die standhält, schützt und erneuert – weil sie auf Beziehungen baut.
PARALLEL
10:00 UHR
Workshop III mit Jonathan Hildebrand
"Community App"
Für Informationen sind Webseiten eine gute Wahl: Schnell, flexibel, günstig, leicht zugänglich. Doch für die schnelle Kommunikation sind Webseiten und WebApps zu umständlich, träge und einseitig. Dafür haben sich Apps durchgesetzt. Warum? Vor allem aufgrund der Echtzeitkommunikation via Push-Benachrichtigungen. Webseiten ermöglichen Information. Apps ermöglichen Kommunikation (liken, teilen, kommentieren,...) und genau das braucht eine Community.
11:30 UHR
Best practice mit Clemens Brück
"blank spaces - Conference-Festival für Urbane Kultur & Kreativwirtschaft"
Kultur- und Kreativakteur*innen sind wichtige Motoren und Innovationstreiber*innen für die lebenswerte Stadt und sinn- und formstiftende Kräfte für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Dass wir sie in Prozesse der Stadtplanung und -entwicklung involvieren und den urbanen Raum stärker für den Menschen und seine Bedarfe kreieren, erfordert neue Strukturen und Experimentierfelder. Genau hierfür will das blank spaces Diskurs- und Erlebnisraum sein.
blank spaces ist ein Projekt der Urbanes Kulturlabor gGmbH. Das Projekt wurde mitinitiiert vom Kulturbüro der Stadt Mönchengladbach und wird getragen von einem Ökosystem aus Kompliz*innen.
12:00 UHR
Verabschiedung
Dr. Tagrid Yousef, Kulturdezernentin der Stadt Dinslaken
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CATERING
Während der Veranstaltungstage wird es in der Kathrin-Türks-Halle die Möglichkeit geben, neben Kaffee, Tee und Softgetränken auch warme Mahlzeiten einnehmen zu können.
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Kathrin-Türks-Halle, Platz D'Agen 4, 46535 Dinslaken
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AFTER SHOW
Im Anschluss an die Veranstaltung besteht die Gelegenheit zum Austausch in der Kathrin-Türks-Halle.